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Patienteninformationen über Fettabsaugung
Unter den plastich-chirurgischen Operationen ist die Fettabsaugung eine der häufigsten Eingriffe. Diese Methode der Gestaltformung verbreitete sich seit Ende der 1970-er Jahre weltweit und wurde immer bekannter. Wenige wissen, daß sie von Árpád Fischer, einem Chirurgen ungarischer Abstammung, in Italien entwickelt wurde.
Die Anzahl unserer Fettzellen ändert sich nach Erwachsenwerden nicht mehr. Die Zellen verändern nur ihre Größe, sie wachsen oder ihr Umfang vermindert sich. Die Fettpölster, die die Form und Kontur des Körpers stören, können auf relativ einfache Weise behoben werden. Das Fettgewebe kann von den vorher bestimmten und mit blutstillender und lokalanästhesischer Lösung eingespritzten Körperteilen mit speziellen Geräten (den sogenannten Kanülen), die durch in die Körperfalten gelegten kleinen Hautschnitte (ein halb bis ein Zentimeter) in den Körper eingeführt sind, mit Hilfe von Vakuum entfernt bzw. abgesaugt werden.
Die Fettabsaugung einzelner kleineren Körperteile kann in örtlicher Betäubung und im Rahmen einer eintägigen chirurgischen Verpflegung erfolgen. Im Falle von mehreren Körperteilen muß allerdings ein Allgemeinanästhesie (Narkose) angewendet werden. Sie wird am häufigsten als selbständige Operation zur Entfernung der Fettpölster von Bauch, hinterer, Hüfte, Ober- und Unterschenkel, Knie, Oberarm, seltener von Hals (Doppelkinn) und Gesicht angewendet. Manchmal erfolgt sie als Ergänzung anderer ästhetischer Operationen: z. B. bei Bauchplastik wird von beiden Seiten der Hüfte das abgelagerte Fettgewebe geschlossen entfernt.
Die Komplikationen nach der Operation: Blutung, Seromansammlung (Gewebewassersucht), Gefühlsstörungen der Haut, Unebenheit und Marmorhaftigkeit der Hautoberfläche. Es können aber Venenthrombose oder Fettembolie vor allem nach Fettabsaugung in größerem Umfang auch vorkommen. Im behandelten Bereich kann im seltenen Fall blutig-seröse Flüssigkeitsansammlung entstehen, für deren Entfernung wenn erforderlich, gesorgt werden muß.
